Bei der gezielten Hundezucht kommt es auf allerlei Dinge an. Zunächst einmal müssen sich die ausgewählten Partner von der Genetik füreinander eignen. Zu eng verwandt ist schlecht, zu weit verwandt kann Überraschungen bringen. Idealerweise ergänzen sich die ausgewählten Hunde hinsichtlich der Punkte, die wir bei den Wirbelwinden verbessern möchten.

Außerdem - und das ist noch viel wichtiger: müssen einige genetische bedingte Krankheiten ausgemerzt werden. Pudel können an einer erblich bedingten Augenkrankheit namens prcd-PRA, die im späteren Verlauf zur Erblindung führt, leiden. Ein paar Tropfen Blut in einem Labortest verraten, ob der Hund betroffen ist oder den Defekt im Blut trägt. Erkrankte Hunde dürfen nicht zur Weiterzucht eingesetzt werden, Träger der Krankheit dürfen nur mit gesunden Hunden verpaart werden. So ist diese Krankheit weitgehend im Griff. 

Zudem gibt es bei Zwerg- und Toy Pudeln erbliche Patella Luxation, bei der die Hunde aufgrund einer verrutschten Kniescheibe hinken. Gerade das ist für unser Zuchtziel, den sportlichen, lebenslang gesunden und fitten Pudel eine Horrorvorstellung. Der Tierarzt macht hierzu einen Schiebetest, in dem er prüft, ob die Kniescheibe fest sitzt.

Beim Großpudel ist auch Hüftgelenksdysplasie eine Pflichtuntersuchung. Auch wenn Klein- und Zwergpudel möglicherweise mit einem Hüftdefekt gut klarkommen, ist uns doch auch diese Untersuchung wichtig. Deshalb lassen wir unsere Mädels auch röntgen, obwohl das nicht vorgeschrieben ist. Das Ergebnis: Coco, Hermine und Antje haben ausgesprochen gesunde Hüften. Besonders Cocos Hüfte hat die Tierärztin perfekt gefunden und gemeint: "Damit könnte man Studenten zeigen, wie es sein soll."

Und nun haben wir auch für Antje neben den übrigen Pflichtuntersuchungen eine makellose Hüfte bestätigt bekommen. Neuerdings kann man bei unserem Tierarzt auch die Röntgenbilder bekommen, deshalb nutzen wir mal die Gelegenheit einen Blick auf unsere drei Mädels von innen zu zeigen:

Cocos Hüfte

Hermines Hüfte

Antjes Hüfte

 

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