Unser Zuchtziel

Für uns ist der Pudel einfach perfekt und wir sind eigentlich ganz froh, dass diese schöne Rasse ein wenig aus der Mode gekommen ist. Wer den Blick hinter die Frisur wagt, entdeckt nämlich das wunderbare charakterliche und gesundheitliche Erbe dieser alten Hunderasse.

Der Pudel war ein vielseitiger Arbeitshund. Zu den wesentlichen Aufgaben seiner Vorfahren zählte die Wasserjagd. Er stöberte nach Enten, trieb sie aus dem Schilf und apportierte aus dem Wasser. In Frankreich nennt man den Pudel „Caniche“. Da liegt die Verbindung zu „Canard“, dem französischen Wort für Ente nahe. Das deutsche Wort Pudel soll aus dem altdeutschen „Pfudel“ für Wasserpfütze oder Froschteich stammen. 

Pudel sind noch heute äußerst intelligent und überdurchschnittlich lernfähig. Zugleich bringen sie eine hohe soziale Kompetenz mit. Der Pudel ist bewegungsfreudig und sucht die geistige Herausforderung. Er genießt die Aktivität mit seinen Menschen, ist jedoch weniger fordernd als typische Arbeitsrassen. Er ist ausgesprochen anpassungsfähig, freundlich und für so ziemlich jeden Lebensstil geeignet. Familien sind von ihm ebenso begeistert, wie alleinstehende Personen.

Wir züchten Pudel, weil wir von der Rasse komplett überzeugt sind. Sie haben neben den tollen Charaktereigenschaften eine sehr robuste Gesundheit und es gibt recht wenig genetisch bedingte Risiken. Im Wesentlichen ist das prcd-PRA, eine erblich bedingte Augenkrankheit, die zum Erblinden führt. Deshalb müssen alle Pudel im DPK einen Gentest nachweisen, damit man nicht zwei gesunde Träger miteinander verpaart, die dann kranke Nachkommen zeugen könnten. Außerdem kommt Grauer Star (Katarakt) beim Pudel vor. Diese Krankheit ist nicht so leicht zu diagnostizieren und tritt leider erst im höheren Alter auf. Pudel müssen deshalb mehrmals alle paar Jahre vor weiteren Würfen untersucht werden. Und dann haben Pudel noch gelegentlich Schwierigkeiten mit der Kniescheibe (Patellaluxation). Alle Pudel müssen dahingehend vor der Zucht überprüft werden.

Und aus dieser charakterlich und gesundheitlich hervorragenden Basis möchten wir Pudel züchten, die Spaß bringen. Wir wollen lebendige und aktive Hunde. Wirbelwinde leben als Sportskanonen auf Hundeplätzen, als treue Begleiter behinderter Kinder, als Altenpflegeassistenten, als Wanderbegleiter und vor allem als geliebte Familienmitglieder.

Sie sind leicht zu erziehen, auch wenn unsere Kleinpudel durchaus jagdliche Ambitionen mitbringen. Sie haaren nicht, dafür krümeln sie Dreck aus den Locken und benötigen gelegentliche Schur. Sie sind lustig und immer gut gelaunt, bellen aber auch gern mal. 

Was wir tun

Unsere Welpen werden im Haus geboren und leben gemeinsam mit Menschen und dem restlichen Rudel im Wohnzimmer. Während und nach der Geburt gibt es eine Sichtschutzwand, damit die junge Familie für sich sein kann. Wenn die Hündin es zulässt, verschwindet der Sichtschutz zugunsten eines Gitters und später verschwindet das Gitter.

Wir achten in den ersten beiden Lebenswochen auf ausreichend positiven Kontakt zu Menschen. Dazu gehört tägliches wiegen, kontrollieren und kuscheln, aber auch eine neurologische Stimulation. Wir kitzeln sie mit Wattestäbchen zwischen den Zehen, berühren mit nasskalten Lappen die Pfoten und bringen sie in ungewohnte Körperpositionen. All diese Reize verarbeitet der Neugeborene und das schafft die Grundlage für spätere Frustrationstoleranz und einen guten Umgang mit Außenreizen. Die Methode ist wissenschaftlich überprüft worden und als [Super Dog Program] in verschiedenen Studien und Büchern beschrieben.

Wenn die Welpen älter werden, bieten wir ihnen weitere wichtige Eindrücke und Erlebnisse an. Sie bekommen täglich ausgewählte neue Spielsachen mit optischen, akustischen oder taktilen Reizen. Wir halten es für wichtig, dass sie möglichst viele Dinge gesehen, gehört, gefühlt, gerochen und geschmeckt haben, weil das Grundlage für einen ausgeglichenen Hund ist, der im Alltag später mit neuen Dingen gut klar kommt.

Bei geeignetem Wetter geht es auf den Spielplatz im Garten. Sie lernen Körperpflegemaßnahmen kennen, dazu gehört neben der Bürste auch Krallenschneiden, Ohrenputzen, Augen sauber wischen, Hinterteil sauber machen und Zähnchen kontrollieren. Wir schaffen mit einem Indoor-Rasen eine gute Grundlage für die Stubenreinheit.

In der letzten Phase der Welpenzeit bei uns, sorgen wir für Besucher mit sozialisierten Hunden anderer Rassen. Wir machen kleine Ausflüge, üben Auto fahren, den ruhigen Aufenthalt in einer Hundebox, lernen positiv die Tierarztpraxis kennen und schaffen die ersten Grundlagen für gesteuertes Lernen. Dazu gehören gutes Spiel mit Menschen, Leine und Halsband, sowie Miniübungen für Futterbröckchen.

Bei all unseren Aktivitäten achten wir darauf, die Welpen altersgerecht zu fördern. Ein Welpe in der Lebenswoche ist mit 2 Minuten Programm genug ausgelastet und braucht die restliche Zeit für Bindung zu seiner Mutter, schlafen, trinken und wachsen. Ein Welpe mit 7 Wochen kann durchaus 30 Minuten Programm auf einem Hundespielplatz vertragen. Allerdings muss man ihn eben auch zu Ruhephasen zwingen, damit die Menge der Eindrücke ihn nicht überdrehen lassen.

Zwischen der 9. und 12. Woche verlassen uns die Welpen dann geimpft, gechippt, entwurmt und mit einem großzügigen Welpenpaket. Den Zeitpunkt stimmen wir mit den neuen Besitzern ab. Wenn bereits Hunde und Erfahrung da sind, kann der Zeitpunkt früher liegen, bei Einzelhunden oder Anfängern gönnen wir ihnen etwas mehr Zeit bei uns.

Was der Welpeninteressent mitbringen muss

Wie man an dieser Schilderung sieht, züchten wir Hunde mit vollem Herzen und Einsatz. Das lässt sich nicht mit Geld allein aufwiegen. Wir brauchen stattdessen das gute Gefühl, dass der Hund mit seinem neuen Zuhause kompatibel sein wird. Wir erwarten Leute mit einem Konzept. Niemand kann vorhersehen, ob er den Rest seines Lebens jede Minute den Hund perfekt betreuten kann. Aber die Anschaffung eines Hundes benötigt Weitsicht und einen Plan. Wer kann sich um den Hund kümmern? Was würden wir tun, wenn er ausfällt? Was macht unser Hund im Urlaub? Haben wir an alles gedacht? Dazu gehört das nötige Kleingeld für eventuelle Tierarztkosten genau so wie die Versicherung, der Mietvertrag, die Einbeziehung aller Menschen und Tiere, die mit dem Hund zusammen leben werden etc. Wir haben also keine harten Kriterien wie "Berufstätige bekommen keinen Hund von uns". 

Zudem bleiben die kleinen Wirbelwinde lebenslang ein bisschen unsere Hunde. Wir sind daran interessiert, was aus ihnen wird, wie es ihnen geht und ob alles funktioniert. Wir sind unendlich glücklich, dass wir mit all unseren Welpenkäufern ein mindestens freundschaftliches, manchmal fast familiäres Verhältnis haben. Nahezu täglich erreichen uns Nachrichten, Bilder, Videos und Geschichten "unserer" Babys. Deshalb ist neben allem Sachverstand auch unser Gefühl wichtig. Wir verkaufen keine Hunde, wir verschenken mit jedem Welpen ein Stück unseres eigenen Herzens!

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