Der kleine Wirbelwind
temperamentvolle Zwerg- und Kleinpudel

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Der C-Wurf ist auf der Welt

Mit zwei Tagen Verspätung kündigte sich am späten Sonntag die Geburt unseres C-Wurfs an. Wie schon beim A-Wurf war erstmal alles wie im Bilderbuch: Scharren, ein Nest bauen, Martin mit in die Wurfkiste zerren und schon geht es los.

Nachts um 2 Uhr begannen die Wehen und um viertel vor drei war eine prächtige Hündin geboren.

Füße, die noch nie den Boden berührt haben - 10 Minuten alt
Füße, die noch nie den Boden berührt haben - 10 Minuten alt
Hündin 1
Hündin 1

Es sollten nach dem Ultraschallbild wenigstens zwei Welpen sein, aber Coco hat sich zunächst mal um diesen ersten gekümmert. Selbst abgenabelt, zur Milchbar geschoben, wo der kleine Wurm dann ganz wild den Kopf drehte, allerdings erstmal mit geschlossenem Maul. Immer schneller und ungeduldiger. Nachgesehen: Nein, technisch alles prima - Mäulchen geht auf und schließt auch wieder. Direkt nach der Kontrolle ist dem Welpen wohl das Licht aufgegangen, dass das Schnäuzchen beweglich ist. Mit weit geöffnetem Schnabel einmal links und rechts - zack, angedockt.

Danach hat der Welpe sich erstmal einen Riesenhappen Frühstück besorgt.

Coco ist währenddessen eingeschlafen.

Tja - und mehr passierte dann auch nicht. Vereinzelt kamen mal Ansätze, aber keine ernsthaften Wehen. Inzwischen war es 5 Uhr, es könnte doch mal losgehen? Es passierte nichts. Auch um 6 Uhr nicht. Erst als wir um 7 zum Telefon griffen, um zu melden, dass es keine Wehen und keinen Fortschritt gäbe, hat Coco angefangen. In Absprache mit dem Tierarzt beschloss man, der Sache noch eine halbe Stunde zu geben, weil bei der Fahrt zum Tierarzt der normale Geburtsvorgang sicherlich abbrechen würde. In der halben Stunde wurden die Wehen stärker, wir konnten auch ganz kurz die Fruchtblase sehen, aber es war einfach schon ganz schön lang. Sicherheitshalber haben wir den schlafenden Welpen und Coco eingepackt und sind zum Arzt gefahren.

Dort angekommen gab es erstmal einen Ultraschall: Es war nur noch ein zusätzlicher Welpe und er hätte einen kräftigen Herzschlag - läge sogar eigentlich startklar im Geburtskanal. Erstmal durchatmen, alles sieht gut aus. Als nächstes gab es ein Röntgenbild, um festzustellen, wie groß der Welpe denn wohl sei. Die Tierärztin kam mit unschönen Nachrichten wieder: Diesen Welpen natürlich zur Welt zu bringen, wäre ein großes Risiko. Er habe einen großen Kopf und wenn was schief geht und man wehenfördernde Mittel gibt, dann kann die Gebärmutter reißen. Eine zweite Meinung wird eingeholt, sie bestätigt: die risikoärmste Variante ist ein Kaiserschnitt.

Also wurde erstmal der bereits geborene Welpe angelegt und ganz satt gemacht, während Frau Doktor sich schon mal startklar machte. Dann ging alles ganz schnell. Wir waren gefühlt gerade erst daheim angekommen, da kam auch schon der erlösende Anruf. Die Operation verlief prima, der Welpe sei putzmunter, schreit und trinkt. In einer halben Stunde kann die Familie zusammen heim.

Also wieder zurück. Bei der Besprechung erklärte uns der Tierarzt, dass ein Pfropf im Gebärmutterhals saß. Der Welpe steckte dahinter fest und neben der Größe war das sicherlich ein Grund, dass er nicht natürlich geboren werden konnte. Vorsichtig hat man an dem Pfropf gezogen, um ihn zu lösen, doch er fing daraufhin sofort an heftig zu bluten. Die beiden Ärztinnen haben deshalb richtigerweise die Hündin direkt kastriert und die Gebärmutter direkt entfernt.

Wir sind ein wenig traurig, dass diese Geburt nicht so schön verlief und die arme Coco beim Tierarzt sein musste, statt in der gemütlichen Wurfhöhle. Natürlich sind wir auch traurig, dass die beiden Hündinnen die letzten Welpen von Coco sein werden. Aber am Ende ist das Wichtigste, dass Mutter und Welpen wohlauf sind und gesund.

Nun freuen wir uns gemeinsam auf eine schnelle Erholung der Mutter und eine tolle Welpenzeit.

Beide zusammen, Hündin 1 oben
Beide zusammen, Hündin 1 oben

 

Hündin 2
Hündin 2
Hündin 2 Portrait
Hündin 2 Portrait