Hermine hatte uns zu Weihnachten ja mit Läufigkeit überrascht.  Deshalb ging es erneut an die Schlei,  denn der D-Wurf wird eine Wiederholung zum B-Wurf. 

Die Fahrt war eine komplette Katastrophe.  War es in den Tagen zuvor noch frühlingshaft warm und sonnig, so stürzte am Abreisesonntag die Temperatur ruckartig ab. Ab Ostfriesland verwandelte sich die Landschaft in eine Eiswüste.  Zunächst noch ganz hübsch anzuschauen,  hörte das Vergnügen schlagartig auf, als es zu regnen anfing. Das Wasser gefror auf der Straße und bildete auf Scheibenwischern und Fenstern binnen Sekunden dicke Eisschichten. Eine Zeit lang fuhr ein Streuwagen vor, aber danach war die Anreise eine eklige Rutschpartie.

6 Stunden später und völlig am Ende kamen wir zu Hermines erstem Date an. Beim Aussteigen und Hunde Gassi führen nahm uns der eisigste Wind unseres Lebens in Empfang. 

Man sollte den Wurf unter das Motto "Der Winter naht" stellen und die Welpen nach Mitgliedern der Stark-Familie taufen. 

Sabine hatte in der Küche ein Plätzchen für uns warm gehalten. Kaum im Haus hat Hermine angefangen in überschwänglichem Wahnsinn zu bellen und quietschen.  Als Paul dann endlich reinkam, hat sie sich fast überschlagen vor Glück.  Wir hatten den Eindruck,  dass sie ihn wiedererkannt hat.

Jedenfalls hingen sie wenige Minuten nachdem der Rüde das Zimmer betreten hatte und beim anschließenden Ausfüllen der Papiere hat Hermine ihn ganz doll lieb gehabt.  Sie wollte ihn im Gesicht schlecken, spielen und schmusen.  Alles gleichzeitig! 

Nach dem ersten Besuch wollten wir an dem hübschen Stellplatz von vor zwei Jahren spazieren gehen.  Leider hat die Schlei alles überschwemmt und der Ostwind eine lustige Eisbahn daraus gemacht. 

Wir sind stattdessen mitten in der Stadt vorm Baumarkt zum Stehen gekommen.  Ideale Lage! Denn nach der ersten Nacht mit Heizung auf Vollgas haben wir gleich mal Gas gekauft.  Direkt vom Parkplatz führt ein kleiner Fußweg entlang auf dem man kurz Gassi gehen konnte. Wirklich kurz,  denn man hatte das Gefühl die Ohren in flüssigen Stickstoff zu tauchen - mit Mütze! 

Außerdem gab es einen McDonalds direkt gegenüber,  in dem wir am Dienstag ein sehr gemütliches Kaffeetrinken mit einer Agisportlerin hatten.  2 Stunden schwelgen darüber wie schön alles vor vielen Jahren war, als Turniere noch in Masters über ganz Deutschland verteilt waren.  

Mittags erneuter Versuch eines Hundespaziergangs, aber alle Vierbeiner wollten nur schnell wieder zum Heizungsausgang vorm Hundeteppich zurück. 

Nachmittags haben wir Freddy besucht und ihn mit unseren nach läufiger Hündin riechenden Klamotten verrückt gemacht.  Es gab köstlichen Käsekuchen und einen Gartensprint mit Antje. Freddy wird der Sache wohl noch eine Zeit nachwinseln, so toll wars.

Am nächsten Tag noch schnell hoch in den Wikingerturm.  Ente essen im 28. Stock mit Blick über die Schlei und Schleswig.  Das können wir nur empfehlen. 

Dann ein zweiter Besuch bei Paul. Wieder äußerst unkompliziert und nach einem letzten Schluck eisigen Winds ging es heim. Schließlich steht der Umzug auf die Pudelranch auf dem Plan. Der und die kommende Hundemesse Doglive werden uns vom Warten ablenken. 

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