Von Montag bis Mittwoch war Kirsten auf Geschäftsreise. Ausgerechneter Wurftag war der Dienstag. Und wie damals bei Coco, hat Antje tapfer ausgehalten. Am Mittwoch Abend war die Familie wieder komplett. Antje hat sich die gesamte Trächtigkeit über völlig unschwanger verhalten. Wir haben hier weniger geschrieben als sonst, weil wir ehrlich gesagt recht lange gar nicht sicher waren, ob sie überhaupt aufgenommen hat. Kaum Umfangsvermehrung, nur wenig Gewichtszunahmen und vor allem - die war topfit. Die wollte rennen, spielen, lief kein bisschen schwerfällig. Noch am Mittwoch Abend kam sie im Schweinsgalopp vom Pippi machen aus dem Garten zurück und in einem Satz drei Stufen hoch, weil sie dachte, dass drinnen Bonbons verteilt werden. Etwas verfressener war sie - das war die wesentliche Veränderung.

Und am Donnerstag morgen um 8.30 Uhr haben die Wehen eingesetzt. Antje hat, wie ihre Mutter, die Geburt komplett allein gemeistert und alles sehr souverän im Griff gehabt. Auch sonst war es eine Bilderbuchgeburt. Beim ersten Welpen ging die Fruchthülle nicht auf, er wurde komplett eingepackt und mit dem Hintern vorweg geboren und rutschte deshalb nicht so einfach durch den Geburtsweg. Eine recht große Hündin (220 Gramm) mit Steißgeburt? Genau wie Antje früher! Die Hündin war sofort agil, strampelte und während Antje sich noch um die Verpackung kümmerte, war die junge Dame schon auf dem Weg zum Frühstücksbuffet.

Antje ist unsere erste Hündin, die vor während und nach der Geburt nicht gefastet hat. Sie auch während der Geburt gerne Bananenhäppchen, Welpenmilch und ein paar Krümel Hundefutter genommen.

Nach einer größeren Pause von fast zwei Stunden wurde Hündin Nummer 2 geboren. Kleiner als die erste (189 Gramm), und hier lief es auch deutlich einfacher. Denn die Hülle riss während des Geburtsvorgangs und dadurch kam der Welpe in einer einzigen Wehe prima auf die Welt. Ebenso agil wie die Schwester und etwas zarter.

Die konnte fast gar nicht in Ruhe ausgewickelt werden, denn schon 15 Minuten später kam Welpe Nummer 3 zur Welt. Ein strammer Rüde mit 223 Gramm. Dafür dass wir gar nicht sicher waren, ob sie überhaupt trägt - und im letzten Schwangerschaftsdrittel etwas Angst vor einem Einzelkind hatten - ist das eine echt überraschende Bande! Antje hat offensichtlich ein völlig anderes Bindegewebe als Hermine. Die sah so unfassbar schwanger aus beim ersten Mal - und hatte ja auch drei Welpen.

Wir sind furchtbar stolz auf unsere Antje und ihre erste Geburt. Sie hat das so toll gemacht und die Babys sind allesamt wunderschön. Schon am Abend darf Oma Coco am Rand hinter der Absperrung stehen und vorsichtig rüberschnuppern und schauen. 

 

Facebook