Die Reise zum Rüden, als der D-Wurf gezeugt wurde, war ja eine einzige Katastrophe mit Eiswüste und Ostseesturm. Dieses Mal war es nur im Vorfeld schlimm, aber die Tour hat so richtig Freude gemacht!

Zunächst mal lag der Termin insofern günstig, als dass er rund um Pfingsten wenig zusätzlichen Urlaub benötigte. Wir sind am Donnerstag gemütlich losgerollt und bei strahlendem Sonnenschein, begleitet vom lustigen Hörbuch "Kaiman-Kacke" ging die Fahrt wie im Flug vorbei. Angekommen haben wir durch Zufall den Ochsenweg entdeckt. Es ist eine Route von Schleswig-Holstein bis hoch nach Dänemark, die heute zum Pilgern und Radfahren genutzt wird. Wir sind mal probehalber darauf spazieren gegangen und haben sie für gut befunden.

Der erste Besuch beim Rüden war super gemütlich. Treffen mit Sabine, ihrer Mutter die viele Jahre Hauptzuchtwart im DPK war und so viele schöne Pudelgeschichten bei Kaffee und Kuchen. Paul hatte eine fesche neue Kurzhaarfrisur und hat die Zeit des Kaffeetrinkens damit verbracht, unsere Hosen Millimeter für Millimeter abzuscannen. Dann haben wir die Auserwählte aus dem Auto geholt und beide haben sich so niedlich gefreut sich wieder zu sehen. Der Deckakt selbst ging so unfassbar schnell, dass ich nicht mal das Handy für ein Foto holen konnte.

Wir haben dann einen Bummel durch den Schloßpark von Schleswig gemacht und die barocken Pudelchen machen sich vor so einer Kulisse wirklich hübsch.

Direkt in der Nähe war ein riesiger leerer Parkplatz, auf dem wir kurzerhand übernachtet haben. Am nächsten Morgen stellte sich raus: Das war Stadtverwaltung und Fahrzeugzulassung. Der Platz war gerammelt voll, als Familie Brox zum Frühstücksgassi aus dem Camper kletterte.

Wir haben einen großen Spaziergang gemacht durch eine Attraktion namens Galloway-Abenteuer. Dort sollte die naturnahe Beweidung durch Rinder gezeigt werden. Wir haben tolle Ideen für Insektenhotels bekommen, in einen Summstein gesummt, aber die Rinder waren leider nicht da.

Am Nachmittag Hermines Sohn Freddy besuchen. Ein stattlicher Hund ist er, sehr gut erzogen, unterwürfig und einfach zum knuddeln süß! Mit ihm und seiner Familie haben wir einen gemütlichen Gartennachmittag mit den Pudeln verbracht.

Für die Übernachtung haben wir uns dann einen Platz mitten im Grünen gesucht, weil das mit dem Parkplatz ja nicht so unglaublich prima funktioniert hatte. Umgeben von quakenden Fröschen und schreienden Möwen haben wir eine Idylle entdeckt und ausgeschlafen, bevor es ein weiteres Mal zu Paul zum Besuch ging. Auch der zweite Deckakt lief völlig unkompliziert.

Bevor wir die Rückreise antraten, haben wir noch das Baltic Highland Games Fest besucht. Wir haben bei Pizza und Eis starke Männer im Schottenrock dabei beobachtet, wie sie Bogenschießen, Steine haben, tragen und werfen und eine tolle Dudelsackmusik gab es obendrauf. Das Ganze fand direkt am Meer statt und die Kulisse war wirklich Urlaub pur!

Wir sind dann noch bis Bremen weitergefahren, dort haben wir uns Guardians of the Galaxy 2 angesehen und in der Nähe eines Autohofs übernachtet. Morgens haben wir dann einen weiteren tollen Herminesohn besucht. In Bremen wohnt nämlich Dodo - der kleinste der D-Jungs. Und er ist so phantastisch geworden! Ein riesengroßer, imposanter und wunderschöner Kleinpudel. Gemeinsam mit dem riesigen Zorro und unseren Pudeln gab es eine zweite gemütliche Gartenparty als Urlaubsabschluß.

Wir haben also von diesem Deckakt nur gute Erinnerungen behalten und die Tour war vielmehr ein toller Kurzurlaub, als die Fahrt zum Rüden.

Jetzt hoffen wir, dass alles geklappt hat und wir einen schönen gesunden F-Wurf bekommen.

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