Nun sind die kleinen Fratze im Nu schon wieder 8 Wochen alt geworden und neben dem Tierartzbesuch steht dann auch die Wurfabnahme durch den Pudelklub an.

Beim Tierarzt ist es für unsere Welpen immer ziemlich lustig. Wir bemühen uns, die Welpen vorher ausreichend müde zu spielen. Da helfen Mutti und Tante Emiliy großartig mit und wenn die Welpen eigentlich ins Bett klettern wollen, dann schnappen wir uns die Schlafbox mit allen 3 Welpen und verfrachten alles ins Auto. Während der gemütlichen Schaukelerholungsphase auf Fahrt können sie Energie tanken.

In der Praxis machen wir dann die Tür der Box einfach auf und der Wurf darf sich den gefliesten Behandlungsraum ansehen. Für die tapferen Züchter geht es in der Zeit dann im Wesentlichen darum, zu verhindern dass die Pudelchen den Tisch, die Kabel, den Mülleimer oder die Schränke anknabbern. Das ist ziemlich anstrengend, denn die Neugier ist gigantisch. Während dieser Ablenkungssache, darf immer ein Welpe oben auf dem Tisch sein. Er wird ausgiebig untersucht, abgetastet und geknuddelt. Das kennen die kleinen schon vom Frisiertisch, nur dass es jetzt neue Leute sind, die da kraulen. Anschließend folgen Impfung und der Mikrochip wird implantiert. Wir bestellen immer extra kleine Chips für Katzen oder winzige Hunde, und deshalb sind die Nadeln auch gar nicht so gruselig. Zusätzlich hält einer eine Tubi-Dog-Paste vor den Welpen und manche haben beim Nuckeln der köstlichen Fisch oder Leberwurstpaste den Einstich komplett verpasst. Während die EU Impfpässe geschrieben werden (das dauert immer etwas länger, da muss laminiert werden und alles wird mehrfach gegengecheckt), dürfen die Welpen kleine Trockenfutterbröckchen vom Boden suchen und werden ausgiebig beschmust, bis sie alleine wieder in ihre Kiste klettern.

Auf der Heimfahrt sind sie dann meist entspannt und so haben wir eine gute Grundlage für ein entspanntes Verhältnis zu Tierarztbesuchen gelegt. Und eigentlich läuft auch der Besuch des Zuchtwarts so ähnlich ab.

Alle Welpen, Mutti und Emily ins Wohnzimmer und wild herumrennen. Da kriegt man dann schon mal einen ersten Eindruck von den Hunden, wie sie sich bewegen und verhalten, während am Tisch bei Kaffee der Papierkram erledigt wird. Anschließend darf auch hier jeder Welpe einmal auf den Tisch und auf den Schoß. Das ist etwas entspannter, weil ein Zuchtwart so viele Welpen überprüft, dass er genau weiß, wie man die kleinen Fratze am Besten hält, um Hoden, Zähne oder Ohren anzusehen.

Alle Details werden auf einem Prüfbogen notiert und daraus folgt dann ein Urteil über die Qualität. Das klingt ein wenig eigentümlich, aber auch wenn wir unsere Schätzchen immer gleich lieb haben, egal wie gut sie dem Standard entsprechen, geht es bei guter Hundezucht eben auch um Qualität. Dazu gehört auch, dass an den Welpen alles so aussieht, wie ein Pudel aussehen soll. Und dieses Mal hat das geklappt. Wir haben mit unserem F-Wurf 3 wunderbaren voll dem Standard entsprechenden Pudelchen auf die Welt geholfen. Und manchmal sind Dinge sogar etwas besser, als sie sein müssen. In diesem Wurf waren das die Öhrchen. Die Pudel sollen nicht zu dünne Ohrläppchen haben, sondern gern auch lange und kräftige Ohren. Und unser Wurf, allen voran der kräftige Rüde Fiete, haben sehr fleischige Ohren im Protokoll vermerkt bekommen.

Und mit ihrem frisch erworbenen Ohrendiplom sind sie nun echte Rassepudel, wo sie ja schon vorher Klassepudel waren.

Zur Belohnung kam ein paar Tage später der obligatorische Besuch der Prägeborder, den wir mit allen Würfen machen. Die F's waren ganz begeistert von den großen Hunden und hatten sehr viel Spaß im Garten. Praktischerweise gibt es inzwischen auch ein hundeerfahrendes kleines Kind in der Borderfamilie, auch das war für die Welpen ein tolles Erlebnis.

Familie F hat Borderbesuch
Familie F hat Borderbesuch
Welpen und Kinder <3
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