Antjes Geburt war eigentlich schon überfällig. Am Freitag nachts war es dann endlich so weit. Donnerstag Nachmittag fiel die Temperatur. Auf dem Abendspaziergang sammelte sie noch spannende Stöcke, immer ganz viele gleichzeitig, und ging insgesamt ganz begeistert mit. Danach hat die Geburt begonnen.

Erstmal gab es eine sehr lange Phase Vorwehen und Antje war ziemlich geschlaucht, als die erste Hündin gegen 5 endlich auf der Welt war. Ein gesunder und aktiver Welpe. Und danach ebbten die Wehen mehr und mehr ab. Antje war immer Mal unruhig, aber der eigentliche Geburtsvorgang ging definitiv nicht weiter.
Deshalb ging die Reise morgens mit der Familie in die Tierklinik. Ein Röntgenbild zeigte zwei weitere Welpen. Der vordere in U-Form liegend mit der Flanke voran. So würde er keine normale Geburt schaffen.
Um nichts zu riskieren, mussten wir also für einen Kaiserschnitt entscheiden. In der kurzen Wartezeit hat Antje der tapfere Wunderhund trotz Stress beim Doc und Übermüdung nochmal eine Milch spendiert. Einfach so, in der Ecke des Behandlungszimmers. Sie ist wirklich unglaublich! Schon kurze Zeit später kam erstmal eine erlösende Nachricht einer OP-Schwester: "Unter der Lampe schreit schon jemand. Soll ich die Schwester dazu legen? Dann können sie sich schon mal kennenlernen?"
Und noch ein paar sehr bange Minuten dann die Nachbesprechung. Antje ging es wunderbar, sie hat alles problemlos weg gepackt. Der stecken gebliebene Welpe war ebenfalls eine Hündin und leider schon tot. Sie war gleich groß mit ihren beiden gesunden Schwestern und hatte keine erkennbaren Verletzungen. Vielleicht war es ein Unfall während des Geburtsvorgangs von Nummer 1. Wir sind traurig, dass es der kleine Schatz leider nicht auf die Welt geschafft hat. Aber noch viel glücklicher, dass Antje und ihre zwei Mädels sich schnell erholen. Wir freuen uns jetzt auf eine schöne gemeinsame Welpenzeit mit dem Duo 😍
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